Zwischen "never surrender" und "licence to ill" liegt alles was ich weiß und alles was ich will...
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Und dann die große, böse Schwester der Hoffnung: ihre Waffe das Schwert, ihr Name Enttäuschung

Warum eigentlich die große und nicht die kleine Schwester? Weil die Enttäuschung anschließend größer ist als die Hoffnung zuvor? Der Meinung bin ich nicht. Hoffnung bereitet man sich selbst und zwar immer dann, wenn man im Innersten schon weiß, dass man scheitern wird. Man hofft und hofft immer mehr und redet sich immer weiter ein, dass sich doch noch alles zum Guten wenden kann und eigentlich hofft man nur, um die Enttäuschung zu unterdrücken, zu vertuschen. Denn die Enttäuschung ist schon da, sie war es die ganze Zeit. Aber es gehört sich nicht, enttäuscht zu sein, bevor man einen Grund dazu hat. Vorahnungen zählen im rationalen Denken des Menschen nicht. Also hofft man, hofft, dass man zu früh enttäuscht war. Aber letztendlich war es nicht zu früh, man hat es die ganze Zeit gewusst. Und darum ist die Enttäuschung auch nicht größer als die Hoffnung, sie ist nur die Bestätigung, die Bestätigung, dass man von vorn herein Recht hatte, dass man genau so gut auch sofort hätte enttäuscht sein dürfen.
Enttäuschungen können durchaus groß sein, schrecklich sein. Aber meiner Meinung nach nicht, wenn sie mit der Hoffnung gekoppelt sind, durch welche man bereits auf alles vorbereitet ist, sondern wenn sie plötzlich, unerwartet kommen. Sie schmerzen trotzdem oder vielleicht sogar gerade deshalb, weil man es schon geahnt hatte und weil man wieder einmal in etwas bestätigt wurde, in dem man keinesfalls bestätigt werden wollte. Man wollte eines Besseren belehrt werden, man wollte danach sagen oder denken, dass man sich geirrt hatte, falsch lag. Aber so geschieht es nicht.
Denn die guten Dinge geschehen eben nicht auf Grund der Hoffnung, sondern auf Grund der Zuversicht. Zuversicht ist das Beste, das ein Mensch haben kann, dann funktioniert automatisch alles besser. Oder es kommt einem nur so vor, da man nicht alle Kleinigkeiten auf die Goldwaage legt und über alles nachdenkt, ob es jetzt gut oder schlecht, falsch oder richtig gelaufen ist. Allerdings ist dann eine Enttäuschung, falls sie nun doch vor kommen sollte, doch größer und schmerzvoller als die Zuversicht zuvor.
Lange Rede, kurzer Sinn: Enttäuschungen kommen vor, öfter als einem lieb ist und meistens erahnt man sie schon vorher und man handelt trotzdem ihnen zuwider. Und wenn man letztendlich bei dieser Ernüchterung angelangt ist, muss man daraus seine Konsequenzen ziehen, muss damit abschließen und nicht immer wieder hoffen und immer wieder (wissend) enttäuscht werden. Ganz oder gar nicht, manchmal sind Kompromisse nicht möglich, manchmal muss man einen Schlussstrich ziehen.
13.7.06 15:21


Heute: die wahren Hintergründe und Zusammenhänge des Schicksals und des Zufalls... in Dialogform

[...]

* Ok, eigentlich müsste man es dann doch mittags machen weil da kann man vielleicht das Schicksal austricksen, weil dann ist es so wie ja ok, es passt nicht und es passiert immer das, was man nicht plant. Weil wenn es dann gar nicht passt, dann klappt es bestimmt und dann passt es aber nicht und dann ist man in einer dummen Situation und dann denkt das Schicksal, es hat dich ausgetrickst. Dabei war es andersrum!

~ Kann das Schicksal denken?

* Ja natürlich und das Schicksal ist gemein. Es will, dass man leidet, dass man daran wächst und dafür muss es denken.

[...]

~ Weißt du, was ich am allerschrecklichsten eigentlich an der ganzen Sache finde!? Dass man überhaupt denken muss, dass man nicht einfach hingehen kann ohne Angst vor morgen oder wegen dem gestern. Ich will jetzt leben können und dürfen!

* Ja stimmt, eigentlich wär es viel besser, wenn man so handeln könnte, wie es im Moment gut wäre und nicht immer an alles mögliche andere denken müsste aber das kann man auch nicht ausschalten... bzw vielleicht sollte man es einfach mal versuchen und so leben, fertig.

~ Ja, es ist Mist, an sowas zu denken! Aber einholen wird es einen ja trotzdem irgendwann.

* Ja und dann ist es die Frage, ob es nicht noch schlimmer ist, wenn man sich nicht drauf vorbereitet hat. Obwohl eigentlich nicht. Weil so leidet man schon vorher und das eigentliche Leiden, wenn die Situation eingetroffen ist, ist nur der kleinere Anteil. Die größeren Schmerzen hat man sich schon vorher bereitet.

~ Es ist das, was du sagst [...] weil selbst bei nem Hirntumor oder ähnlichem glaube ich, ist die Panik vorher schlimmer als das Sterben selbst

[...]

* Aber es gibt auch Witze, die wollen eigentlich lustig sein aber sie sind es so gar nicht und dann sind sie doch wieder lustig.

~ Ist das so wie mit dem Schicksal austricksen?

* Ja, so ungefähr. Vielleicht versuchen die Witze auch nur, das Schicksal auszutricksen. Eigentlich wollen sie, dass man über sie lacht aber dann tun sie, als wollten sie es nicht, deswegen sind sie schlecht und dann macht das Schicksal, dass sie lustig sind, weil das wollen sie ja angeblich nicht sein und dann haben sie genau das erreicht, was sie wollten und sie haben gewonnen.

~ Das Schicksal kann also nicht nur denken und gemein sein, es kann auch schnipp einfach Sachen werden lassen. Wenn das Schicksal meint, dass deine Nase jetzt grün wird, kann es das einfach so machen?

* Ich weiß nicht, vielleicht kann es auch einfach machen, dass sie jedem grün erscheint. Sie muss es ja nicht sein, es reicht ja, wenn es alle denken.

~ Also ist das Schicksal sowas wie Gott, nur ein hinterlistiger Gott sozusagen?

* Eigentlich glaube ich ja an Zufälle, ich hab nur noch nicht rausgefunden, wie das mit dem Schicksal zu vereinbaren ist. Es muss irgendwie gehen...

~ Vielleicht kann der Zufall ja auch denken, aber dann wäre es kein Zufall mehr, sondern eine weitere List des Schicksals!

* Vielleicht ist Gott ja auch das Schicksal und es ist einfach nur ein Gerücht, dass er alle Menschen liebt und nur das Beste für uns will.

~ Also is Gott gemein?

* Ja, offensichtlich.

~ Ja das hab ich mir doch schon immer gedacht.

* Wir sollten damit an die Öffentlichkeit gehen. Die Menschheit hat ein Recht darauf! Allerdings versucht dann jeder, das Schicksal auszutricksen und dann merkt es das und dann ist es uns einen Schritt voraus, weil es weiß, dass wir es hintergehen und dann gewinnt es!

~ Ja, dann muss man wieder das Schicksal nicht austricksen, um es auszutricksen und dann geht es immer so weiter, bis es sich zum Zufall entwickelt. Aber da es den Zufall nicht gibt, gewinnt im Endeffekt immer das Schicksal bzw Gott.

* Doch, sehr wohl, da bin ich unbedingt dafür, dass es den Zufall gibt.

~ Ja aber der Zufall is doch nur eine List vom Schicksal.

* Oder der Zufall ist der Gegener des Schicksals und versucht, ihm alles durcheinander zu bringen und damit ist er unser Verdbündeter

~ Der Zufall is unser Freund? Aber wenn wir uns durch Zufall ein Bein brechen?

* Dann nur, um uns vor dem zu bewahren, was das Schicksal für uns vorbereitet hatte. Vielleicht wollte uns das Schicksal in die Armee einziehen.

~ Aber vielleicht hätten wir in der Armee in den Krieg gemusst und dann hätte uns einer angeschossen und wir hätten so ein richtiges Nahtod-Erlebnis gehabt und wären dadurch ein total spiritueller Mensch geworden und nach der Armee hätte sich unser ganzes Leben total geändert weil wir nur so spirituelle Freunde hätten und ein spirituelles Leben und wir wären total glücklich und froh, dass das Schicksal das mit uns vorhatte.

* Naja, der Zufall ist halt so, wie wir sein wollen, er denkt nicht an die Zukunft. Er macht das, was im Moment das Beste ist.

~ Vielleicht wollte der Zufall nicht, dass du ein spiritueller Mensch wirst bzw zur Armee musst und dann ist der Zufall wieder kein Zufall sondern Schicksal

* Nein, der Zufall kann nicht wirklich denken, glaub ich. Der handelt intuitiv.

~ Du meinst also, der Zufall lässt uns Bein brechen, weil er in dem Moment "denkt" nein, bloß keine Armee! Also kann der Zufall aber schon denken, nur nicht so vorausschauend wie das Schicksal?

* Naja, vielleicht spürt er auch nur die schlechte Schwingung, die von der Armee ausgeht und will uns davor bewahren.

~ Vielleicht ist der Zufall etwas spirituelles...

* ...Und er war mal bei der Armee und wurde angeschossen

~ ...Weil das Schicksal ihn zur Armee geschickt hat, das Schwein!

* Und damals gabs halt noch keinen Zufall und die Lücke wurde dann gefüllt, weil eigentlich will der Zufall nicht spirituell sein, er will auch vorausschauend handeln können. Dabei ist spirituell sein viel toller, das weiß er nur noch nicht...

~ Aber wieso macht der Zufall dann, dass man sich ein Bein bricht?

* Ja wegen der Schwingung. Er denkt ja nicht und die Schwingung der Armee ist eindeutig schlecht

~ Aber er will doch denken...

* Ja aber er kann es nicht... das ist so traurig!

~ Also is der Zufall todunglücklich. Oh Mann, ich kann den Zufall verstehen. Stell dir vor, du willst etwas sein, was du nicht sein kannst und du kannst auch nicht sehen, dass du eigentlich gut bist, wie du bist.

* Dabei hat er genau das Stadium erreicht, das wir vorhin erreichen wollten! Meinst du, wir wären da auch unglücklich?

~ Ja, aber wir können denken und vorrausschauen. Deswegen klappt das auch auf der Welt alles nicht so, mit Krieg etc. Wir sind wie das Schicksal und finden uns geil dabei!

* Passt doch, wir spielen das Schicksal -> wir spielen Gott!

~ ...Und trotzdem sind wir unglücklich damit. Die Frage ist nur: was ist man lieber, Schicksal oder Zufall?

* Zufall mit der Erkenntnis, dass man es gut hat.

~ Ja aber ohne die Gemeinheit des Schicksals, die sich daraus entwickeln kann dann

--> So ist das nämlich!
27.7.06 22:55





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