Zwischen "never surrender" und "licence to ill" liegt alles was ich weiß und alles was ich will...
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I noticed tonight, that the world has been turning...

Es ist schon komisch, wenn man jetzt so etwa ein Jahr zurück blickt... Es kommt mir vor, als sei ich damals noch ein vollkommen anderer Mensch gewesen, was aber natürlich Unsinn ist. Denn so sehr man immer denkt, man habe sich verändert, so wenig hat sich tatsächlich an einem selbst geändert. Nur rückblickend kommt mir mein früheres Ich immer so jung, unerfahren vor aber tatsächlich werde ich genau das in einigen Monaten auch wieder von meinem jetzigen Ich denken...
Aber trotzdem kommt mir alles, das noch vor einem Jahr war, so unglaublich weit weg vor, fast schon nicht mehr real. In einem Jahr kann einfach so viel geschehen, man kann so viele neue Dinge sehen und erleben, die einen prägen müssten und dies auch tun, obgleich man der selbe Mensch bleibt, nur mit einem anderen Blickwinkel, einer anderen Sichtweise auf bestimmte Dinge vielleicht.
Aber man ändert sich eben nicht nur selbst, sondern alles um einen herum ändert sich, jede Person, jede Situation, so dass es einem irgendwann nicht mehr denkbar erscheint, sich noch einmal in gewissen Situationen aus der Vergangenheit wieder zu finden.
Aber ich bin froh, dass ich nicht wehmütig oder nostalgisch werde, wenn ich an die letzten Monate, Jahre denke. Denn sonst kann man ja gar nicht nach Vorne schauen, sich auf neue Dinge freuen. Und vor allem strebt man nicht danach, sich selbst zu verändern oder einfach weiter zu entwickeln.
Aber irgendwie ist es auch bedenklich, dass man sein früheres Ich fast nie als zufriedenstellend ansehen kann. Das beudeutet zum Einen, dass man sich selbst vermutlich nciht sondelrich mögen würde, träfe man sein früheres Ich, aber zum Anderen bedeutet das vor Allem, dass man sein jetziges Ich, würde man sich in der Zukunft treffen, auch nicht wirklich wird leiden können, was wirklich erschreckend ist. Wie soll man denn so jemals mit sich zufrieden sein? Im Grunde genommen ist das damit ja ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber ich denke, das nimmt man gerne in Kauf, wenn man dafür den Ansporn, ja den Ehrgeiz hat, sich immer weiter zu verändern, als Person immer weiter voran zu kommen.
Denn stehen bleiben ist das Schlimmste, denn mit dem Stehen bleiben bleibt man nciht nur selbst stehen, sondern mit einem alle seine Träume, Wünsche, Sehnsüchte, Leidenschaften.
30.3.07 02:12


Gesammelte Werke, Band I: Rundmails, der erste Monat

hallo ihr!
wir sind jetzt endlich auch einmql dqzu gekommen, ins internet-café zu gehen... immer, wenn wir mal zeit hatten, ist gerade der strom ausgefallen oder es war hier total ueberfuellt! jetzt mussten wir auch erst einmal eine halbe stunde anstehen.
so, wo soll ich am besten anfangen? irgendwie gibts schon viel zu viel zu erzaehlen und ausserdem habe ich leichte probleme mit der senegalesischen tastatur, kann also sein, dass ich nicht ganz fertig werde mit berichten, das wird dann beim naechsten mal nachgeholt.
also mim flug hat alles sehr gut geklappt, auch mit den rollstuehlen. wir wurden in frankfurt auf haenden getragen, weil sie ja dachten, dass wir tatsaechlich im rollstuhl sitzen, durften an allen schlangen vorbei und so. dafue hat man uns in lissabon vergessen, aus dem flugzeug abzuholen und wir durften erst einmal ne stunde warten. aber wir hatten ja 6 stunden zeit. haben dann erst mal wettrennen auf dem flughafen veranstaltet und die vera hat mich dementsprechend oft umgekippt... dann wurde sie immer von allen leuten ganz boese angeschaut und jeder wollte mir wieder auf helfen.
in dakar hat uns dann am flughafen der omar abgeholt und wir sind nach guédiawaye gefahren. auf der fahrt war ich erst einmal total geschockt. es hat echt extrem gestunken, ueberall lag muell auf der strasse und so. unsere wohnung war leider noch nicht fertig (wer haette das gedacht...) und wir haben die ersten 2 tage in so einem groesseren wohnhaus verbracht. die leute dort waren echt nett aber es ist sehr gewoehnungsbeduerftig, wenn man sich nie zurueckziehen kann und mit so viele leuten auf engstem raum lebt. es gab eine toilette fuer alle bzw eher eines der beruehmten loecher und man kann sich vorstellen, wie das bei so vielen menschen nach einiger yzeit aussieht bzw riecht. duschen konnten wir gegenueber bei omars bruder, man fuellt sich einen eimer und mit einem kleinen schoepft man sich das wasser ueber. geht eigentlich sehr gut.
aber was airklich ein problem war, war die hitze in unseren zimmern. es ist momentqn echt extrem heiss und vor allem aber sehr feucht, nachts ist es nahezu unertraeglich. deswegen haben wir die 2. nacht dann auch wie die meisten leute hier auf dem dach verbracht. war zwar hart aber durchaus ok, haette es nicht mitten in der nacht angefangen zu regnen... aber mein tolles moskitonetz konnte ich ganz schnell zusammenpacken und dann mussten wir halt wieder in die heissen zimmer.
seit 2 naechten sind wir jetzt in der richtigen wohnung aber fertig ist die immer noch nicht, wir leben sozusagen auf der baustelle. aber es ist ok und die wohnung ist fuer hier der vollkommene luxus, wir haben sogar eine europaeische toilette und wenn das wasser nicht gerade ausfaellt, kann man die auch benutzen. in den zimmern ist es immer noch sehr heiss aber man gewoehnt sich dran. auf dem dach schlafen koennen wir da leider nicht, denn das wird von 10 bis 20 ziegen bewohnt.
tiere gibt es hier sowieso ueberall, fast noch mehr als muell. die menschen leben alle mit ihren ziegen, huehnern, kuehen und pferden in einer wohnung sozusagen. ich wollte uns ja auch gerne eine ziege anschaffen, aber die anderen sind dagegen...
aber was es hier noch viel, viel mehr gibt als tiere und muell zusammen, sind kinder!! ueberall sind kinder, das kann man sich gar nicht vorstellen. und man hatte uns ja vorher gesagt, dass einem die kinder immer toubab (weisser) hinterherrufen aber so etwas kann man sich echt nicht vorstellen. da laufen die ganze zeit bestimmt 100 kinder hinter einem her und rufen und rufen und es werden immer mehr. und nahezu jedes kommt irgendwann und gibt einem die hand und sagt hallo.
ueberhaupt kommen immer alle und geben enem die hand und reden mit einem, die menschen sind hier so offen und hilfbereit, das ist total toll.
ans meer gehen wir jetzt immer abends gegen 5, da gibts total viele hohe wellen und man kann ewig weit reinlaufen, sehr toll.
gewaschen haben wir gestern das erste mal, geht auch ganz gut. aber wir haben jetzt erst einmal ale etwas muskelkater in den oberarmen...
ich koennte noch so viel mehr erzaehlen aber viel zeit hab ich nicht mehr... was mich aber selbst verwundert hat, ist, dass ich nicht geschockter bin. hier stehen ueberall blech-baracken, es ist so unvorstellbar dreckig und und und. aber schlimm ist das alles nicht und ich glaube, das kommt daher, dass die menschen so gluecklich sind und sich hier so wohl fuehlen, dass alles andere dahinter zuruecksteht. aber fuer uns ist es trotzdem sehr, sehr ungewohnt und erdrueckend. die erste tage hatte ichwirkliche probleme, alles zu verarbeiten, aber langsam gehts. man gewoehnt sich eben doch an alles...
so, muss jetzt leider schluss machen. was gibts bei euch so neues?? schreibt mir alles, ich will informiert werden
bis bald mal wieder, ich vermisse euch,


ok, eigentlich habe ich gedacht, ich haette heute mal mehr zeit aber jetzt ists wieder nur ne stunde. ich versuche dann das naechste mal auch auf eure mails persoenlich zu antworten, diesmal schaff ichs leider nicht, das internet ist hier viiiiiiel zu langsam und braucht schon ewig, bis ich mal eine mail lesen kann... aber schreibt mir bitte weiterhin, es ist schoen, was von zu hause zu hoeren!

also, die letzten tage haben wir eigentlich nicht viel mehr gemacht, als uns ordentlich eingelebt, das musste auch endlich mal sein. ab montag geht dann eigentlich das richtige programm los und wir arbeiten dann jeden tag im centre und das wochenende haben wir komplett frei fuer ausfluege oder sonstiges.

aber jetzt gibt es wohl einige finanzielle probleme bei dem projekt (muettern von behinderten kindern wird gezeigt, wie sie diese richtig halten, waschen etc, wird von einer belgierin geleitet) und deswegen arbeiten wir erst einmal so bei den alltaeglichen dingen mit, bis das geklaert ist. an dem projekt sollen wir insgesamt einen monat arbeiten und danach noch einen monat bei der frauengruppe und am 10. november sollen wir eine praesentation halten ueber behinderte und ihr leben in deutschland.

aber jetzt vielleicht mal zu dem land, dem leben und den leuten hier... ich habe naemlich das gefuehl, ich sollte der beschreibung dieser dinge etwas mehr zeit widmen als in der letzten mail aber ich weiss gar nicht, ob man dem ganzen in einer mail ueberhaupt gerecht werden kann.
oh mann, ich weiss eigentlich ueberhaupt nicht, wo ich anfangen soll! es gibt immer so viele dinge, bei denen ich denke, das muss ich euch unbedingt schreiben und dann vergisst man es alles wieder.

aber was auf jeden fall erwaehnenswert ist, ist die ganz andere mantalitaet hier. mal ein paar beispiele: wir haben ja jetzt diese wohnung fuer uns. also eigentlich hat die aohnung 4 zimmer aber uns gehoeren nur 2 und die anderen werden wohl vermietet, wenn alles fertig ist. dh dann ist es auch vorbei mit der privatsshaere... jedenfalls laufen trotzdem die ganze zeit fremde leute ein und aus, einfach so. sagen mal hallo, nehmen einfach unser gas raus und kochen tee (von dem wir dann natuerlich auch was bekommen) oder nehmen einfach eine dusche hier. eigentlich ist das kein problem aber das ganze kommt einem so komisch vor und irgendwann nervt es auch ziemlich, wenn man nicht einfach mal seine ruhe haben kann.
oder gestern nacht: wir hatten die ganze zeit eine ziemlich grosse sandgrube vor der tuer und gestern nacht wollten sie diese dann auf einmal schliessen. und dann kommen doch tatsaechlich alle menschen aus der nachbarschaft (und das sind viele!) und schuetten ihren muell (der richtige muell, essensreste, verpqckungen, plastik) in das loch, dann kommt sand drauf und zu ists... schon komisch.

vielleicht auch mal was zum essen: es ist halt sehr eintoenig... es gibt nur baguette, reis und nudeln und gamuese (auberginen, karotten, kartoffeln) und obst (aepfel, orangen, bananen). so langsam gehen uns auch die ideen zum kochen (auf unsezrem tollen gaskocher) aus, vor allem weil es nichts gibt, aus dem man evtl eine sauce machen koenbnte, ausser extrem komischen tomatenmark. auch zum fruehstueck gibt es nur die chemische vqrinante zu nutella (ungekuehlt natuerlich). wir sind gestern eine stunde bis zu einer tabnkstelle gelaufen um marmelade zu holen, einen supermarkt gibt es in guédiawaye naemlich nicht, dazu sind die menschen hier viel zu arm.
ausserdem gibt es momentan noch ein problem, wir befinden uns naemlich mitten im ramadan... dh mittags gibt es nirgendwo etwas zu essen und ueberhaupt gibt es nur wenig obst und gemuese. das sollte aber besser werden, wenn das in einer woche vorbei ist.
und an was man sich auch gewoehnen muss, sind die 1000enden fliegen ueberall, vor allem auf dem essen auf dem markt.
aber ebsser fliegen als moskitos, von denen gibt es zum glueck nicht so viele. also schon aber nur abends eigentlich. ein paar stiche haben wir auch aber wenn wir richtig geschaut haben, hat nie einer die venen getroffen
da hab ich wirklich auch sehr viel glueck mit meinem moskito-zelt... da kommt wirklich nichts rein, im gegensatz zu den netzen von den anderen, denn die matratzen sind viel zu duenn (uebrigens nicht bequem mit duennen matratzen auf fliessenboeden) und zu leicht und deswegen kommen von unten her kleine tiere durch.

ansonsten vielleicht noch was zu unserer aohnung, weil einige leute gefragt haben: eigentlich haben wir wirklich nur die zimmer, das bad, die kueche und die terasse, also keinerlei einrichtung. ihr glaubt gar nicht, wie sehr wir stuehle vermissen, uns tut schon alles weh vom auf dem boden sitzen! ich freu mich jeetzt schon total, wenn ich mal wieder auf einem sofa oder von mir aus auch nur auf einem einfachen stuhl sitzen kann...
und da es noch eine baustelle ist, ist es auch dementsprechend laut. toll, da hatte ich gedacht, ich entkomme dem umbaulaerm zu hause und dann gibts hier die gleichen bohrgeraeusche und so...

am freitag wollten wir eigentlich nach dakar, ins zentrum aber das haben wir dann nicht gemacht, weil die vera leider etwas krank war. aber wir haben ja auch noch viiiiel zeit, das schaffen wir bestimmt noch. vor allem waers mal langsam notwendig, denn uns geht das toilettenpapier aus und das bekommt man hier auch nirgends.
aber man braucht halt mit dem auto schon ne halbe stunde ungefaehr ins zentrum und mim bus dementsprechend sehr viel laenger, also einfach mal schnell hinfahren ist nicht unbedingt.

ach ja, wir haben jetzt endlich unsere handykarte bekommen: 002213017239

heute hats eigentlich den ganzen tag lang geregnet... hat schon nachts angefangen und zwar richtig sintflutartig und die ganze zeit mehr oder weniger stark weiter geregnet.

ansonsten sind wir irgendwie alle recht fertig, richtig erholsam sind die naechte naemlich keineswegs. erst einmal ist es meistens viel zu heiss und ausserdem ist es abends ewifg total laut draussen und morgens auch immer sehr frueh und eigentlich ist immer irgendetwas, dass einen mitten in der nacht aufstehen laesst.

naja, jetzt hab ich wieder nciht alles geschrieben, das ich schreiben wollte aber evtl hab ich morgen noch mal zeit oder ansonsten halt die naechsten tage bzw spaetestens naechstes wochenende. und dann auch die versprochenen zusaetzlichen einzelmails, rundmails gibts sowieso.

ich hoffe, bei euch ist alles in ordnung! schreibt mir mal wieder, bis dann,


so, jetzt sind es schon fast zwei wochen, die wir hier sind! im grossen und ganzen ist alles immernoch/wieder in ordnung... hatten ein paar tiefpunkte diese woche.
zuerst einmal hatten wir zwischenzeitlich echte probleme, nicht vollkommen von den ganzen kindern genervt zu sein. das mag jetzt vielleicht hart klingen und unverstaendlich, aber zu irgendeinem zeitpunkt kann man einfach nicht mehr. man kann nirgendwo hin laufen, ohne alle 5 meter gegruesst zu werden, angefasst zu werden. wir kommen uns hier mittlerweile vor, wie richtige stars, jeder mag mal anfassen, jeder will mal die hand geben. wahrscheinlich fallen wir, wenn wir wieder zu hause sind, alle in so ein tiefes loch, wie ein star, der ploetzlich keinen erfolg mehr hat... es ist echt extrem, man wird von allen angeschaut etc. sogar morgens, wenn wir schlafen; schauen die kinder durch unsere fenster hindurch uns an und selbst wenn wir sagen, sie sollen weg gehen, aendert sich ncihts, sie stehen da und schauen und sagen bonjour, bonjour und eigentlich will man doch nur schlafen.
und durch all das und die extreme hitze und ueberhaupt alles ist die stimmung natuerlich immer gereizter geworden und es kam, wie es kommen musste: wir haben uns gestritten. aber jetzt ist alles wieder in ordnung, wir haben alles geklaert und einige abmachungen getroffen, die es uns allen leichter machen sollen und momentan ist es auch in ordnung. das problem ist einfach, dass wir nciht unbedingt aller auf einer wellenlaenge sind und wenn man dann noch die ganze zeit aufeinander sitzt, dann kann das nicht immer gut gehen.
ansonsten haben wir eigentlich nicht sehr viel gemacht die tage, es ist einfach zu heiss. da immer noch ramadan ist (morgen ist der letzte tag, montag dann ein riesiges fest), sind die leute hier auch immer noch ko und wollen selbst nciht arbeiten. ausserdem haben wir das gefuehl, dass sie auch nciht unbedingt wissen, was sie mit uns anfangen sollen. dieses centre hier darf man sich naemlich keinesfalls so vorstellen, wie ein behindertenheim bei uns. dort leben nicht staendig leute, es ist nur fuer den tag und dann sind dort immer die 5 oder 6 gleichen menschen und um die muss man sich auch nciht kuemmern. all die anderen sind in ihren familien und kommen von dort auch nicht weg. es gab den plan, dass tagsueber behidnerte und nicht-behinderte kinder zusammen im centre spielen koennen, um die muetter etwas zu entlasten aber es fehlt der raum. bzw sie haben einen grossen raum und der steht auch meistens frei aber da er eigentlich fuer versammlungen gedacht ist, wollen sie ihn nciht dafuer nutzen... sie erwarten irgendwie von uns, dass wir jetzt sagen ok, es fehlt ein raum dh wir holen geld und lassen einen bauen aber so einfach geht das natuerlich auch fuer uns nicht und das wollen sie einfach nicht akzeptieren. wir sind doch die reichen, wohlhabenden europaeer, wenn wir nur wollen, koennen wir doch alles machen; wir haben doch so viel geld. es ist nciht leicht, ihnen klar zu machen; dass es eben auch fuer uns nciht einfach so moeglich ist und dass man vielleicht versuchen sollte, erst einmal die raeumlichkeiten gut zu nutzen, die man auch zur verfuegung hat.
ueberhaupt haben die menschen hier ein sehr merkwuerdiges biuld von europa. entweder sie denken, wir haben doch alles und benutzen fuer alles maschinen und kochen muessten wir auch nicht (wir wurden tatsaechlich gefragt, ob wir denn ueberhaupt reis kochen koennen oder ob wir ueberhaupt wissen; wie man mit der hand waescht...) oder aber sie sind ueberzeugt davon, dass wir zwar alles haben aber total ungluecklich sind und zwar alle und jeder muesse dauernd zum psychologen gehen. und diskutieren ist leider etwas schwer, zum einen; da die worte auf franzoesisch fehlen, die man fuer gute argumentationen braucht und zum anderen, weil einfach jeder auf seine meinung versteift ist und sich davon auch keinesfalls abbringen laesst.
aber ich erzaehle so viel, das anders ist, mit dem wir uns schwer tun, nicht, dass ihr denkt, es wuerde mir nicht gefallen. ich finde es wirklich toll hier! wir kennen auch mittlerweile sehr viele leute, wir koennen gar nciht allen einladungen anchkommen, die wir so im laufe eines tages erhalten... die letzten abende waren wir immer bei abba, dem besitzer unseres internetcafés. hier ist immer viel los abends vor den haeusern, es gibt ultra suessen tee (den werde ich euch dann auch servieren) und alle reden und es ist echt lustig. vor allem abba weiss sehr viel ueber die geschichte von senegal und gambia und so, das ist sehr interessant. aber zwischenzeitlich kommt man sich da auch echt vor wie auf dem heiratsmarkt, jeder fragt, ob man verheiratet ist, ob man denn nciht bald heiraten will, ob man nciht hier heiraten will und ob man nciht am besten einen von ihnen heiraten will. auch unsere jungs sollen die ganze zeit verheiratet werden, es kamen schon muetter auf sie zu und haben gefragt, ob sie nciht ihre tochter heiraten moechten und mit nach deutschland nehmen moechten.
dann gibt es noch tje oder tche oder so. das ist so was wie der bauherr unseres hauses und er laed uns auch andauernd ein. ausserdem beschuetzt er uns vor unwillkommenen eindrunglingen in unserem haus, denn ohne «koerperliche gewalt» bekommt man so manchen nicht raus...
wir haben jetzt auch unsere ausfluege geplant und am mittwoch gehen wir wahrscheinlich dakar anschauen und dann am aochenende gleich fuer 3 tage nach st. louis und anfang dezember gehen wir fuer eine woche nach gambia und ins casamanche. dh eigentlich habe ich nur den november richtig hier zum arbeiten (falls das alles noch irgendwie klappt) denn mitte dezember bekomme ich ja auch schon besuch und dann gehts schon wieder heim...
meine zeit ist glezich schon wieder um, dh ich kann schon wieder nciht alles schreiben, was ich eigentlich vor hatte... aber das war ja jetzt auch schon wieder einiges.
ich hoffe, ihr haltet mich auch kuenftig auf dem laufenden, was bei euch so vor sich geht und wenn jemand lust hat, darf er mir auch gerne einige dinge aus der aktuellen politik schreiben, ich bekomme hier naemlich NICHTS mit und das finde ich schrecklich.
bis zum naechsten mal, ihr fehlt!


hallo!
ich weiss diesmal ueberhaupt nicht, wo ich am besten anfangen soll... irgendwie hat sich alles geaendert!
also die letzte woche war ziemlich hart. die vera und ich waren einige tage ernsthaft am ueberlegen oder obwohl, ueberlegen ist nciht mehr das richtige wort, fast schon am planen, frueher heim zu gehen. bei der arbeit im centre hat sich einfach gar ncihts getan, jeder vorschlag von unserer seite aus wurde zurueckgewiesen, es gab rein gar ncihts fuer uns zu tun. das hoert sich erst einmal ganz entspannend oder so an aber wir sind nciht hier um zu entspannen, wir wollen arbeiten und es ist einfach nur frustrierend, wenn man dann auf solche widerstaende trifft. denn ob man es glaub oder nciht, es war tatsaechlich so, dass sie dort unsere hilfe nciht wollten! aber vor allem gab es noch sehr viele andere probleme, vor allem weil wir nun einmal frauen sind und das ganze hier ist als frau nciht einmal annaehernd so einfach, wie man es sich vorher denkt. aber darauf muss jetzt nciht unbedingt naeher eingegangen werden.
jedenfalls haben wir gesagt, wir geben uns noch diese woche und versuchen alles, etwas gescheites zu finden und im zweifelsfall haetten wir auch etwas in dakar angenommen und waeren dort hingezogen. das faende ich auch immer noch am besten aber allein ist da shier ciht durchzufuehren...
wir waren dann gestern bei dem leiter einer schule, die von eienr ong (ngo) unterstuetzt wird, haben ihm unsere probleme geshcildert und gemeint, dass wir gerne arbeiten wuerden und er war gleich total begeistert und hat gemeint, er freue sich unheimlich ueber jede hilfe.
man merkt auch, dass er (ablai) und seine frau (kati) sehr viele erfahrungen mit freiwilligen oder praktikanten aus europa haben. sie haben auch momentan wieder 2 bei sich leben, marlen aus holland und james aus england, die beiden sind auch total nett.
es hat wirklich so gut getan, endlich auf jemanden zu treffen, der unsere hilfe zu schaetzen weiss und sich so darueber freut. wir hatten schon gedacht, es ist hier nirgendwo wirklich gut um die arbeitsmoral bestellt aber das problem war echt das centre und die menschen dort. bzw vielleicht stimmt das nicht, es gibt hier schon viele menschen, die ebenfalls so sind und vor allem hier in guédiawaye, wa suns das alles hier nciht unbedingt leichter macht. aber es gibt eben auch jene, die wirklich arbeiten und die sich ueber jede hilfe freuen, man muss sie nur finden.
jedenfalls duerfen wir jetzt in der schule arbeiten. zunaechst duerfen wir im unterricht dabei sein und den schuelern helfen bei problemen und wenn wir es uns nach ein paar wochen zutrauen, duerften wir sogar selbst eine kalsse unterrichten... da bin ich mir aber ciht so sicher, obich da smoechte bzw ob ich mir das zutraue. der unterricht ist jeden tag von 10 bis 12 und von 3 bis 5. zusaetzlich haben wir die moeglichkeit bekommen, fuer umgerechnet 3 euro die stunde privaten franzoesischunterricht zu bekommen, auf welchem niveau wir das wollen. die anderen moechten das nciht aber ich werde es wohl drei wochen lang jeden tag fuer 2 stunden machen, ich bin mit der entwicklung von meinem franzoesisch naemlich gerade ueberhaupt nciht zufrieden. es ist auch irgendwie echt schwer hier, die leute nuscheln schrecklich und ahben einen wirklich starken akzent.... aber gerade deshalb ist soclher unterricht bei einem lehrer von hier bestimmt ciht schlecht. dafuer geht es mit meinem wolof sogar einigermassen voran, aber da sist auch wirklich die einfachste sprache, die mir je begegnet ist!
da wir fuer die hin- bzw rueckfahrt jeweils mindestens eine stunde, wenn nciht sogar eineinhalb brauchen, lohnt es sich ueberhaupt nciht, in der mittagszeit heim zu gehen. wir duerfen dann bei der familie des schulleiters bleiben, mit ihnen mittag essen und tee trinken. das heisst aber, dass wir jeden tag mindestens von halb 9 bis ca 7 weg sind, aber mir solls recht sein. immerhin habe ich 3 wochen aufzuholen...
kati und ablai wollen uns auch mit auf ausfluege nehmen, die sie mit ihren freiwilligen unternehmen, dieses wochenende gehts an die petit cote. und morgen gehen sie ins magic land, so etwas wie der europapark oder so, vermutlich nciht ganz so gross. die anderen drei haben keine lust bzw sind mal wieder zu geizig, selbst schuld. ich geh jedenfalls mit, immerhin gehen ja noch die 2 anderen freiwilligen mit und mit denen versteh ich mcih auch sehr gut.
das mit dem ausflug nach st louis hat uebrigens leider nciht geklappt, aus den verschiedensten gruenden aber das laesst sich ja vielleicht auch nachholen.
mh, was gibts ansonsten noch zu berichten... entweder das wetter aendert sich und es wird winter oder aber ich habe mich tatsaechlich vollkommen an das klima hier gewohnt. also tagsueber ist es imme rnoch unheimlich heiss aber abends bzw nachts ist mir oefters schon regelrecht kalt. ich ahbe abends jetzt immer lange hosen und ein langes oberteil an und meistens noch ein tuch umd en hals. aber der wind ist auch echt kalt.... ich will gar nciht wissen, wie da sim dezember wird, wenn ich mich hier jetzt schon so angepasst ahbe. es wurde uns schon erzaehlt, dass es fuer gewoehnlich auf 20 grad auch tagsueber abkuehlt und einmal ging es bis auf 15 und nachts bis auf 5 und da sind die kuehe erfroren... ich moechte nciht wissen, wie es mir ergeht, wenn ich wieder zu hause bin.
ach ja, noch etwas, das ich wirklich schlimm finde: gerade um die ecke von unserem haus befindet sich eine koranschule und da schicken familien aus dem ganzen senegal und sogar aus gambia oder mali ihre kinder hin, sobald sie 2 oder 3 jahre sind. und dann leben sie da auf dem boden im sand, moebel gibt es nicht. und ausserdem muessen sie am tag 250 cfa (37,5 cent, fuer hier schon einiges) dem lehrer bezahlen und das meussen sie entweder erbetteln oder stehlen oder so, jedenfalls meussen sie es zusammenbekommen, sonst sitzen sie auf der strasse... wir ahben schon viel ueberlegt, wie wir den kindern helfen koennten, denn die zustaende da drin sind wirklich schrecklich, aber uns ist ncihts eingefallen, ds nicht gleichzeitig oder eher gesagt vor allem diese schule unterstuetzt und das wollen wir auf keinen fall... aber das ganze ist echt so schlimm, die sind alle noch so klein und das einzige, das sie haben ist dieseer unterricht und essen bekommen sie auch nciht gerade regelmaessig. abba bewahrt wenigstens fuer einen jungen von dort das ueberschuessige geld auf, denn normalerweise muessen sie einfach alles abgeben. und so kann er sich ein bisschen etwas zusammen sparen...
gestern haben wir uebrigens fuer abba und seine schwester gekocht. abbas schwester xadi ist uebrigens die einzige frau, die wir hier kennen lernen, denn die anderen sind einfach nur in ihren haeusern, bei den familien und ahben ueberhaupt keinen kontakt zu fremden menschen. ich fidne das ziemlich schade, dass man ueberhaupt nciht die chance bekommt, sich hier einmal mit einigen der frauen auszutauschen aber das passt absolut nciht in die mentalitaet hier. xadi wird auch von vielen schraeg angeschaut, weil sie in marocco studiert hat und jetzt in dakar weiter studieren will, internationale beziehungen, und so etwas ist ja nicht nagebracht fuer eine frau! wie vieles nicht...
so, ich hab schon wieder bestimmt die haelfte vergessen von allem,d a sich euch erzaehlen wollte! ich sollte mir anechstes mal echt eine liste schreiben....
aber das reicht fuer heute, meine zeit ist auch gleich schon wieder um.
ich hoffe, es geht euch allen gut und ich schreibt mit weiterhin fleissig zurueck!
bis dann


hallo,
heute ist genau ein monat rum... ich kann gar nicht sagen ob schon oder erst, beides irgendwie.
wir haben am montag angefangen, in der schule zu arbeiten und es ist wirklich gut da, endlich haben wir gescheit was zu tun!! ich arbeite jetzt immer morgens in der ersten klasse, wir lernen gerade das e. es sind halt vollkommen andere unterichtsmethoden hier und meistens find ich sie wesentlich schlechter als unsere aber man kann sich da auch schlecht dagegenstellen natuerlich. zb gehen die kinder hier ab 3 jahren in den kindergarten aber das kann man ueberhaupt nciht mit einem kindergarten bei uns vergleichen, eher vorschule aber selbst das nciht wirklich. es ist ueberhaupt nciht spielerisch und sie muessen fast alles stur auswendig lernen und so geht es in der ersten klasse dann grade weiter. ausserdem werden sie halt bei jeder kleinigkeit geschlagen oder bekommen das ohr verdreht oder sonstiges. zb wenn etwas falsch ist, bekommt man mit dem stock eine auf den ruecken, wenn man laut ist oder unaufmerksam einen schlaf auf die handflaechen und so weiter. ich finds auch ziemlich schlimm, dass das dauernd so geht aber ich muss halt dabei sitzen und kann da auch ncihts gegen sagen. das problem ist halt, dass der lehrer mich schon oefters mit den kindern alleine laesst und sie aber vor nichts respekt haben ausser vor schlaegen und ich schlage sie ganz bestimmt nicht! ausserdem ist es ja wie gesagt eine erste klasse und die kinder koennen noch nciht wirklich franzoesisch. einzelne befehle schon und sie kapieren auch, was ich von ihnen moechte aber richtig reden kann ich nciht mit ihnen, da sie halt nur wolof soprechen. es ist halt auch schwer, da sie auf ziemlich unterschiedlichen niveaus sind und die einen echt ueberhaupt keinen buchstaben jhinbekommen und die anderen sich schon langweilen und ganze woerter schreiben. aber die kinder sind alle so toll und es macht so viel spass!
mittags habe ich ab morgen dann immer franzoesischkurs aber ich muss sagen, dass mir allein die drei tage in der schule schon unheimlich viel gebracht ahben, da man mit den lehrern ja auch staendig franzoesisch redet und mit den kindern auch, auch wenn sie nicht alles verstehen. der lehrer will immer, dass ich viel mit ihnen rede, dass sie sich an den klang der sprache gewoehnen etc.... hoffentlich gewoehnen sie sich da bei mir an das richtige!
die restliche zeit arbeite ich mit einer anderen freiwilligen im krankenzimmer, wir wollen eine akte fuer jedes kind erstellen und dafuer jedes kind erst einmal grundsaetzlich untersuchen und so. mein tag ist also momentan recht voll, ich steh um halb 7 auf und komm um halb 7 wieder heim wenn alles gut geht. wenn ich so wie gestern 3 stunden auf einen bus warten muss, dauert es dementsprechend laenger.... auf die busse kann man sich hier naemlich mal ueberhaupt nciht verlassen, die fahrne wie und wann sie wollen und vor allem wohin und dann kann es echt mal vorkommen, dass es stundenlang niemand fuer notwendig haelt, nach guédiawaye zu fahren undd ann steht man da... wir haben uns dann gestern letztendlich ein taxi genommen.
am freitag waren der simon und ich uebrigens mit mambi (einer von hier) in dakar, bei der bank und im supermarkt, ncihts besonderes. aber allein freitag mittags in dakar sein ist schon etwas besonderes! irgendwann werden alle laeden geschlossen und alle, aber auch wirklich alle gehen zur moschee oder wenigstens in die naehe davon, denn rin passen sowieso nie alle. mambi wollte dann auch beten, also sassen simon und ich sozusagen richtig mittendrin, es war unglaublich beeindruckend! da waren echt alle strassen komplett voll mit menschen, tausende von menschen, ueberall wo man nur hinschauen konnte. die autos sind mitten auf den strassen verlassen stehen geblieben und alle haben sich mit ihren teppichen oder pappkartons auf den boden gekniet und gebetet. und durch die lautsprecher kann man in der gesamten stadt hoeren, was in der moschee geredet wird und irgendwann fangen alle gleichzeitig an zu beten und die bewegungen zu machen und bestimmte sachen zu sagen, es war irgendwie total bewegend, das muss man einfach mal gesehen haben! und eine halbe stunde spaeter ist alles wieder normal in der astadt, die autos fahren wieder,m die laeden oeffnen wieder und es ist alles wie zuvor!
und wir koennen auch gleich beim thema religion bleiben,am sonntag war ich naemlich in einem christlichen gottesdienst. wir waren naemlich an der petite cote, in einem dorf auf eienr insel. da musste man erst ueber eine ca 500 meter lange bbruecke laufen und auf der insel waren weder autos noch fahrraeder noch sontoge fahrzeuge zugelassen und es ist so ein richtiges minidorf, mit gassen so eng, dass man manchmal seitwaerts hindurch gehen muss. und dort gab es keinen sand sondern die gesamten strassen und wege waren vollkommen aus muscheln, es war total toll. jedenfalls ist das anscheinend ein sehr christliches dorf, denn die moschee wurde ans haesslichste ende der insel verbannt und sah auch nicht gerade gut besucht aus, aber in die katholische kirche sind die menschen gestroemt. und da wir gerade zum zeitpunkt eines gottesdienstes dort waren, sind wir auch einmal mit, um uns das anzuschauen. uind es war irgendwie ganz anders als in deutschland. es war total locker und der chor hat seine lieder mit trommeln begleitet und der gottesdienst war auch eher eine art unterrichtsstunde fuer die kinder, sie mussten auch nach vorne und wurde die 10 gebote und aehnlichen abgefragt und der pfarrer ist eher als entertainer durch die reihen mit seinem mikrofon, es war ziemlich interaktiv.
zu dieser insel sind wir richtig landestuypisch gereist: wir sind erst einmal nach dakar reibn, zu einem riesigen parkplatz. da starten autos in alle richtungen, es ist sozusagen eine unheimlich grosse mitfahrerzentrale und man sucht sich das richtige auto raus und dann verhandelt man den preis und dann gehts los. wir sind zu 9. 3 stunden da hin gefahren und abends dann mit anderen wieder zurueck, wirklich komfortabel war da snciht aber egal.
wir ahben fuer die naechsten tage bzw wochen jetzt erst einmal nichts geplant, arbeiten halt. freitag mittag koennen wir nciht an die schule, da haben wir schon gleich am anfang zugesagt, im centre einen vortrag ueber behinderte in deutschland bzw europa allgemein zu halten, da smuessen wir jetzt auch noch vorbereiten. aber irgendwie sind wir abends,m wenn wir zurueckkommen immer soooo ko. aber ich beschwere mich ebstimmt nciht, endlich ahebn wir etwas richtiges zu tun und sind richtig ausgelastet, lieber zu viel als zu wenig. und mittwoch mittags ist grundaetzlich kein unterricht, dh da ahben wir ja auch mal ein bisschen zeit.
aber so viel wissen wir mit unsere zeit auch nciht anzufangen, deswegen ist es ganz gut, wenn wir davon nciht allzu viel ahben. die menschen hier machen einfach nciht viel, das ist nun einmal so. die frauen kochen und waschen den ganzen tag und wenn sie das nicht tun, flechten sie sich gegenseitig die haare ein, machen sie wieder auf, flechten sie wieder ein und so weiter. es ist echt unglaublich, alle, aber auch wirklich alle frauen und auch schon die meisten kinder, haben hier einfach unechte haare. sie haben alle nur ganz kurze eiegntlich aber dann werden entweder unecht eingeflochen uder festgesteckt oder so. ich habe bis jetzt noch keine einzige frau gesehen, die keine unechten haare besitzt.
und die maenner trinken eigentlich dauernd nur tee, vor allem abends. da sind wir ja auch meistens dabei, beim abba und beim seck, aber auf die dauer ist das auch nciht sonderlich abwechslungsreich. aber wenigstens ist es da immer lustig. wir haben doch tatsaechlich schon diskussionen ueber die merkwurdigsten themen gehabt, die mehrere abende fuellen konnten. aber es gibt auch so viele kulturelle unterschiede, die man austauschen kann. zb was man nie, aber auch auf gar keinen fall machen darf, ist mit links zu essen oder zu trinken. es muss immer die rechte hand sein, sonst sind die meisten menschen tatsaechlich in ihrem stolz verletzt und fuehlen sich respektlos behandelt. das kommt uebrigens daher, dass die menschen hier kein toilettenpapier benutzen und stattdessen die linke hand und da ist das natuerlich schon angebracht, eher die rechte zu nehmen, wenn man essen moechte. aber uns ist das ja echt so fremd, vor allem, weil man bei uns eine gabel ja dann doch eher in der linken hand haelt.
so, ich denke, das wars dann fuer heute.... ich ess jetzt noch ein tolles wassereis aus der plastiktuete und dann geh ich zurueck. freu mich schon auf eure naechsten email!!!
8.11.06 19:30


Ist es kalt da, wo du stehst? Dann fang an, dich zu bewegen! Oder: Spaß ist, was ihr draus macht...

Kein Sport und ein Mensch, der sein Leben lang eigentlich andauernd nur Sport gemacht hat... gar keine gute Verbindung! Dieses Gefühl der Unausgelastetheit, wie ich es hasse.
Aber man weiß sich natürlich zu helfen und steigt um auf gewisse andere Sportarten, die natürlich alle auch ganz toll sein sollen. Schwimmen zum Beispiel. Schwimmen ist toll, schwimmen macht Spaß. Dummerweise ist es auf Grund von Renovierungsarbeiten geschlossen... wer will auch außer mir bei über 30 Grad ins Hallenbad?
Dann muss man wohl gezwungenermaßen auf eine andere Sportart ausweichen. Was ist die nächstliegende? Ok, Joggen natürlich aber da mich da nie im Leben jemand zu bringen wird, ist es dann doch das allseits beliebte Fahrradfahren. Natürlich im Wald bei den Temperaturen! Und ich mss zugeben, es war eigentlich ganz toll. Und vor allem knüpft man ja schon ast soziale Kontakte, wenn man da hin und er fährt, alle möglichen Wege entlang und immer wieder auf die gleichen Jogger und Fahrradfahrer und Spaziergänger trifft.
Aber eigentlich wollte ich ja schwimmen gehen und man soll sich ja bekanntlich nciht davon abhalten lassen, wenn man es sich einmal vorgenommen hat. Gut, zugegeben, so ein Seitenarm vom Altrhein ist weder so warm noch so sauber wie das Neckarauer Hallenbad und Bahnen schwimmen kann man auch nicht unbedingt aber wenn man schon einmal so einen schönen Ort entdeckt und ganz zufällig einen Bikini dabei hat und außerdem ist einem gerade unheimlich warm vom vielen Fahrrad fahren, dann muss man das natürlich ausnutzen.
Schön war er, dieser Tag! Ob ich mich jetzt ausgelastet fühle? Naja, die Frage lassen wir mal lieber unbeantwortet... Aber dafür gibts eine eingeritzte Nachricht in einem Holzstück, auch was tolles.
14.9.06 20:16


Heute: die wahren Hintergründe und Zusammenhänge des Schicksals und des Zufalls... in Dialogform

[...]

* Ok, eigentlich müsste man es dann doch mittags machen weil da kann man vielleicht das Schicksal austricksen, weil dann ist es so wie ja ok, es passt nicht und es passiert immer das, was man nicht plant. Weil wenn es dann gar nicht passt, dann klappt es bestimmt und dann passt es aber nicht und dann ist man in einer dummen Situation und dann denkt das Schicksal, es hat dich ausgetrickst. Dabei war es andersrum!

~ Kann das Schicksal denken?

* Ja natürlich und das Schicksal ist gemein. Es will, dass man leidet, dass man daran wächst und dafür muss es denken.

[...]

~ Weißt du, was ich am allerschrecklichsten eigentlich an der ganzen Sache finde!? Dass man überhaupt denken muss, dass man nicht einfach hingehen kann ohne Angst vor morgen oder wegen dem gestern. Ich will jetzt leben können und dürfen!

* Ja stimmt, eigentlich wär es viel besser, wenn man so handeln könnte, wie es im Moment gut wäre und nicht immer an alles mögliche andere denken müsste aber das kann man auch nicht ausschalten... bzw vielleicht sollte man es einfach mal versuchen und so leben, fertig.

~ Ja, es ist Mist, an sowas zu denken! Aber einholen wird es einen ja trotzdem irgendwann.

* Ja und dann ist es die Frage, ob es nicht noch schlimmer ist, wenn man sich nicht drauf vorbereitet hat. Obwohl eigentlich nicht. Weil so leidet man schon vorher und das eigentliche Leiden, wenn die Situation eingetroffen ist, ist nur der kleinere Anteil. Die größeren Schmerzen hat man sich schon vorher bereitet.

~ Es ist das, was du sagst [...] weil selbst bei nem Hirntumor oder ähnlichem glaube ich, ist die Panik vorher schlimmer als das Sterben selbst

[...]

* Aber es gibt auch Witze, die wollen eigentlich lustig sein aber sie sind es so gar nicht und dann sind sie doch wieder lustig.

~ Ist das so wie mit dem Schicksal austricksen?

* Ja, so ungefähr. Vielleicht versuchen die Witze auch nur, das Schicksal auszutricksen. Eigentlich wollen sie, dass man über sie lacht aber dann tun sie, als wollten sie es nicht, deswegen sind sie schlecht und dann macht das Schicksal, dass sie lustig sind, weil das wollen sie ja angeblich nicht sein und dann haben sie genau das erreicht, was sie wollten und sie haben gewonnen.

~ Das Schicksal kann also nicht nur denken und gemein sein, es kann auch schnipp einfach Sachen werden lassen. Wenn das Schicksal meint, dass deine Nase jetzt grün wird, kann es das einfach so machen?

* Ich weiß nicht, vielleicht kann es auch einfach machen, dass sie jedem grün erscheint. Sie muss es ja nicht sein, es reicht ja, wenn es alle denken.

~ Also ist das Schicksal sowas wie Gott, nur ein hinterlistiger Gott sozusagen?

* Eigentlich glaube ich ja an Zufälle, ich hab nur noch nicht rausgefunden, wie das mit dem Schicksal zu vereinbaren ist. Es muss irgendwie gehen...

~ Vielleicht kann der Zufall ja auch denken, aber dann wäre es kein Zufall mehr, sondern eine weitere List des Schicksals!

* Vielleicht ist Gott ja auch das Schicksal und es ist einfach nur ein Gerücht, dass er alle Menschen liebt und nur das Beste für uns will.

~ Also is Gott gemein?

* Ja, offensichtlich.

~ Ja das hab ich mir doch schon immer gedacht.

* Wir sollten damit an die Öffentlichkeit gehen. Die Menschheit hat ein Recht darauf! Allerdings versucht dann jeder, das Schicksal auszutricksen und dann merkt es das und dann ist es uns einen Schritt voraus, weil es weiß, dass wir es hintergehen und dann gewinnt es!

~ Ja, dann muss man wieder das Schicksal nicht austricksen, um es auszutricksen und dann geht es immer so weiter, bis es sich zum Zufall entwickelt. Aber da es den Zufall nicht gibt, gewinnt im Endeffekt immer das Schicksal bzw Gott.

* Doch, sehr wohl, da bin ich unbedingt dafür, dass es den Zufall gibt.

~ Ja aber der Zufall is doch nur eine List vom Schicksal.

* Oder der Zufall ist der Gegener des Schicksals und versucht, ihm alles durcheinander zu bringen und damit ist er unser Verdbündeter

~ Der Zufall is unser Freund? Aber wenn wir uns durch Zufall ein Bein brechen?

* Dann nur, um uns vor dem zu bewahren, was das Schicksal für uns vorbereitet hatte. Vielleicht wollte uns das Schicksal in die Armee einziehen.

~ Aber vielleicht hätten wir in der Armee in den Krieg gemusst und dann hätte uns einer angeschossen und wir hätten so ein richtiges Nahtod-Erlebnis gehabt und wären dadurch ein total spiritueller Mensch geworden und nach der Armee hätte sich unser ganzes Leben total geändert weil wir nur so spirituelle Freunde hätten und ein spirituelles Leben und wir wären total glücklich und froh, dass das Schicksal das mit uns vorhatte.

* Naja, der Zufall ist halt so, wie wir sein wollen, er denkt nicht an die Zukunft. Er macht das, was im Moment das Beste ist.

~ Vielleicht wollte der Zufall nicht, dass du ein spiritueller Mensch wirst bzw zur Armee musst und dann ist der Zufall wieder kein Zufall sondern Schicksal

* Nein, der Zufall kann nicht wirklich denken, glaub ich. Der handelt intuitiv.

~ Du meinst also, der Zufall lässt uns Bein brechen, weil er in dem Moment "denkt" nein, bloß keine Armee! Also kann der Zufall aber schon denken, nur nicht so vorausschauend wie das Schicksal?

* Naja, vielleicht spürt er auch nur die schlechte Schwingung, die von der Armee ausgeht und will uns davor bewahren.

~ Vielleicht ist der Zufall etwas spirituelles...

* ...Und er war mal bei der Armee und wurde angeschossen

~ ...Weil das Schicksal ihn zur Armee geschickt hat, das Schwein!

* Und damals gabs halt noch keinen Zufall und die Lücke wurde dann gefüllt, weil eigentlich will der Zufall nicht spirituell sein, er will auch vorausschauend handeln können. Dabei ist spirituell sein viel toller, das weiß er nur noch nicht...

~ Aber wieso macht der Zufall dann, dass man sich ein Bein bricht?

* Ja wegen der Schwingung. Er denkt ja nicht und die Schwingung der Armee ist eindeutig schlecht

~ Aber er will doch denken...

* Ja aber er kann es nicht... das ist so traurig!

~ Also is der Zufall todunglücklich. Oh Mann, ich kann den Zufall verstehen. Stell dir vor, du willst etwas sein, was du nicht sein kannst und du kannst auch nicht sehen, dass du eigentlich gut bist, wie du bist.

* Dabei hat er genau das Stadium erreicht, das wir vorhin erreichen wollten! Meinst du, wir wären da auch unglücklich?

~ Ja, aber wir können denken und vorrausschauen. Deswegen klappt das auch auf der Welt alles nicht so, mit Krieg etc. Wir sind wie das Schicksal und finden uns geil dabei!

* Passt doch, wir spielen das Schicksal -> wir spielen Gott!

~ ...Und trotzdem sind wir unglücklich damit. Die Frage ist nur: was ist man lieber, Schicksal oder Zufall?

* Zufall mit der Erkenntnis, dass man es gut hat.

~ Ja aber ohne die Gemeinheit des Schicksals, die sich daraus entwickeln kann dann

--> So ist das nämlich!
27.7.06 22:55


Und dann die große, böse Schwester der Hoffnung: ihre Waffe das Schwert, ihr Name Enttäuschung

Warum eigentlich die große und nicht die kleine Schwester? Weil die Enttäuschung anschließend größer ist als die Hoffnung zuvor? Der Meinung bin ich nicht. Hoffnung bereitet man sich selbst und zwar immer dann, wenn man im Innersten schon weiß, dass man scheitern wird. Man hofft und hofft immer mehr und redet sich immer weiter ein, dass sich doch noch alles zum Guten wenden kann und eigentlich hofft man nur, um die Enttäuschung zu unterdrücken, zu vertuschen. Denn die Enttäuschung ist schon da, sie war es die ganze Zeit. Aber es gehört sich nicht, enttäuscht zu sein, bevor man einen Grund dazu hat. Vorahnungen zählen im rationalen Denken des Menschen nicht. Also hofft man, hofft, dass man zu früh enttäuscht war. Aber letztendlich war es nicht zu früh, man hat es die ganze Zeit gewusst. Und darum ist die Enttäuschung auch nicht größer als die Hoffnung, sie ist nur die Bestätigung, die Bestätigung, dass man von vorn herein Recht hatte, dass man genau so gut auch sofort hätte enttäuscht sein dürfen.
Enttäuschungen können durchaus groß sein, schrecklich sein. Aber meiner Meinung nach nicht, wenn sie mit der Hoffnung gekoppelt sind, durch welche man bereits auf alles vorbereitet ist, sondern wenn sie plötzlich, unerwartet kommen. Sie schmerzen trotzdem oder vielleicht sogar gerade deshalb, weil man es schon geahnt hatte und weil man wieder einmal in etwas bestätigt wurde, in dem man keinesfalls bestätigt werden wollte. Man wollte eines Besseren belehrt werden, man wollte danach sagen oder denken, dass man sich geirrt hatte, falsch lag. Aber so geschieht es nicht.
Denn die guten Dinge geschehen eben nicht auf Grund der Hoffnung, sondern auf Grund der Zuversicht. Zuversicht ist das Beste, das ein Mensch haben kann, dann funktioniert automatisch alles besser. Oder es kommt einem nur so vor, da man nicht alle Kleinigkeiten auf die Goldwaage legt und über alles nachdenkt, ob es jetzt gut oder schlecht, falsch oder richtig gelaufen ist. Allerdings ist dann eine Enttäuschung, falls sie nun doch vor kommen sollte, doch größer und schmerzvoller als die Zuversicht zuvor.
Lange Rede, kurzer Sinn: Enttäuschungen kommen vor, öfter als einem lieb ist und meistens erahnt man sie schon vorher und man handelt trotzdem ihnen zuwider. Und wenn man letztendlich bei dieser Ernüchterung angelangt ist, muss man daraus seine Konsequenzen ziehen, muss damit abschließen und nicht immer wieder hoffen und immer wieder (wissend) enttäuscht werden. Ganz oder gar nicht, manchmal sind Kompromisse nicht möglich, manchmal muss man einen Schlussstrich ziehen.
13.7.06 15:21


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